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Therapeutenseminar: Immunbiologische und komplementäre onkologische Diagnostik und Therapieverfahren

Seminar I: 14:30-18:30 Uhr, € 50,--

Seminar nur für Therapeuten

Immunbiologische und komplementäre onkologische Diagnostik und Therapieverfahren in der ärztlichen Praxis

Leitung: Dr. Knut Briken, Dr. Ralf Oettmeier

Integration der biologischen Therapie ins Praxiskonzept, Tipps für die Praxis, Fragen und Diskussion mit allen Referenten

Dr. Ralf Oettmeier: Prinzipien von Diagnostik und Therapie in einer ganzheitlichen Krebsmedizin
Die Basis der Krebserkrankung stellt die sog. Krebskrankheit dar, welche durch funktionelle und ggf. auch organische Störungen und Abweichungen auf der körperlich-chemischen, seelisch-energetischen und geistig-informativen Ebene zu beschreiben ist. In der Herangehensweise sollte eine tatsächlich ganzheitliche Diagnostik diesem Ebenenkonzept Rechnung tragen, was neben der immunologisch ausgerichteten Labordiagnostik eine ausführliche Anamnese, Terrainanalyse, Regulationsdiagnostik und Erfassung von geistig-seelischen Komponenten notwendig macht. Im Ergebnis dieser Summationsdiagnostik können individuelle krankheitsfördernde Faktoren erfasst und einer individualisierten Therapie zugeführt werden. Letztere umfasst neben basismedizinischen Inhalten (Baubiologiesanierung, gesunde Lebensweise, Ernährung, Ausgleich Säure-Basen-Haushalt, Ausleitung, Entgiftung, Stressabbau usw.) spezielle, mit Hilfe von Therapeuten realisierte Themen (wie orthomolekulare Medizin, naturheilkundliche Arzneimitteltherapie, Immuntherapie, energetische Medizin, Psychoonkologie incl. Geistiger Heilweisen usw.).

Dr. Nicole Weis: Diagnostische Bedeutung der Tumormarker und spezieller Onkogene
Die Aussagekraft von Tumormarkern ist aus verschiedenen Gründen begrenzt. Tumormarker sind daher nicht zur Früherkennung geeignet: Eine Erhöhung der Messwerte für Tumormarker kann häufig auch bei gutartigen Erkrankungen (Entzündungen), bei bestimmten Therapien oder durch andere Einflüsse (Ernährung) eintreten. Um unnötige und belastende Untersuchungen zu vermeiden, werden Tumormarker in der Regel nur zur Therapiekontrolle und Nachsorge bei bestehenden Erkrankungen genutzt. Bei der Bewertung der Messwerte ist jedoch große Vorsicht geboten. Eindeutige Aussagen ergeben sich bei Nachsorgeuntersuchungen meist erst aus einer Verlaufskontrolle sowie dem Hinzuziehen klinischer und bildgebender Untersuchungsmethoden. Von besonderer Bedeutung gewinnt immer mehr die Diagnose über molekulare Parameter. So kann man insbesondere bei Patientinnen mit negativem Lymphknotenbefall diese Parameter nutzen, um zu entscheiden, ob eine Chemotherapie notwendig ist oder nicht. Am Beispiel des Mammakarzinoms wird im Rahmen dieses Vortrags näher auf diese diagnostischen Möglichkeiten eingegangen.

Dr. Knut Briken: Immundiagnostik in der ärztlichen Praxis
Die Immundiagnostik in der ärztlichen Praxis ist durch die intensive Forschung in diesem Bereich einer ständigen Weiterentwicklung und Anpassung an neue Erkenntnisse unterworfen. Diagnostische Maßnahmen, die gestern noch zum Standard gehörten, sind heute überholt. Die aktuelle Immundiagnostik in der ärztlichen Praxis hat heute einen noch wesentlicheren Stellenwert als noch vor Jahren. Dabei spielen Regulation und Suppression der Tumorabwehr eine entscheidende Rolle. Ein Einblick in die individuelle Situation des Patienten erlaubt, negative Regulationsmechanismen, Suppression der tumorwirksamen Immunantwort sowie die Tumor-assoziierte Entzündung therapeutisch zu beeinflussen und damit die Ergebnisse therapeutischer Maßnahmen zu verbessern.

Dr. Nicole Weis: Mikrobiologische Therapie, Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine und Spurenelemente in der Tumornachsorge
In zahlreichen epidemiologischen Studien konnte nachgewiesen werden, dass erniedrigte Blutspiegel von antioxidativen Substanzen bei gesunden Probanden mit einer erhöhten Tumorinzidenz korrelieren. Teile dieses antioxidativen Schutzsystems sind unter anderem die Vitamine A, C, E, ß-Carotin und das Spurenelement Selen als Bestandteil der Gluthathionperoxidase. Die orthomolekulare Medizin hat sich zum Ziel gesetzt, durch gezielte Substitution von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen Mangelzustände zu beseitigen und in der Therapie von Erkrankungen einzusetzen. Im Rahmen dieses Vortrags soll ein Überblick über die Anwendung antioxidativer Substanzen in der adjuvanten und palliativen Erkrankungssituation gegeben werden und spezielle Anwendungsgebiete symptomenorientiert besprochen werden. Um die Nebenwirkungen von tumordestruktiven Therapien zu vermindern und das allgemeine Wohlbefinden bei Krebspatienten zu steigern, werden seit Jahren Enzyme eingesetzt. Diese stehen vor allem als eiweißspaltende, sog. proteolytische Enzyme aus der Ananas (Bromelain), aus der Papaya (Papain) und aus der Bauchspeicheldrüse von Tieren (Trypsin, Chymotrypsin) zur Verfügung. Insbesondere bei Magen-Darm-Störungen ist auch an eine Darmsanierung mithilfe einer Mikrobiologischen Therapie zu denken, da die Resorption von Enzymen über den Magen-Darm-Trakt nur in hohen Dosierungen und mithilfe einer intakten Darmflora erfolgt. Anhand dieses Beispiels soll bei dem Vortrag auf die Möglichkeit einer Darmsanierung durch Mikrobiologische Präparate eingegangen werden. Zusammenfassend komplettiert der Einsatz von Enzymen zusammen mit Vitalstoffen und immunmodulierenden Substanzen eine ergänzende biologische Therapie in der adjuvanten als auch in der palliativen Erkrankungssituation.

Dr. Ralf Oettmeier/Dr. Uwe Reuter: Unspezifische und spezifische Immunstimulation – eine Einführung
Die unspezifische Immunstimulation (auch Immunmodulation genannt) umfasst sämtliche, die Bedingungen der humoralen und zellulären Abwehr fördernden Maßnahmen. Dies beginnt bei der Terrainsanierung und Beseitigung von Krankheitsursachen, beinhaltet die Ernährungsoptimierung und Orthomolekularmedizin und findet in immunologisch ansetzenden Verfahren wie autologe Vollbluttherapie, HOT oder Ozontherapie seine Fortsetzung. Selbst die tiefenpsychologisch ansetzenden Verfahren wirken im Ergebnis Abwehr steigernd, wenn Probleme erkannt und einer Harmonisierung zugeführt wurden. Spezifisch immunstimulativ sind hingegen die Organotherapie (insbesondere Thymus, Milz, Mesenchym, Leber), Mistelbehandlung und Tumorautovaccinierung. Diese Verfahren können patientenindividuell auf Basis von Labor- und Funktionsdiagnostik ausgewählt und im Verlauf beobachtet werden.

Dr. Knut Briken: Differenzierte Thymustherapie
Fortschritte im Bereich der Immundiagnostik erlauben heute eine profunde Beurteilung der immunologischen Situation der Tumorpatienten. Da das funktionsfähige Immunsystem (Abwehrsystem) des Menschen der entscheidende Faktor für die endgültige Ausheilung einer Tumorerkrankung ist, ist die Verbesserung der Immunsituation der durch Tumor oder aggressive Therapien beeinträchtigten Körperabwehr (Restauration des Immunsystems ) ein wesentlicher Teil einer immunbiologischen Therapie. Die differenzierte Möglichkeit zur Immunregulation mit unterschiedlichen Thymuspeptiden wird im Vortrag dargestellt.

Dr. Uwe Reuter: Herd- und Störfelddiagnostik in der Krebstherapie
Als Herd bezeichnet man krankhaft verändertes Gewebe, welches permanent örtliche und auch ganzkörperliche Abwehrreaktionen hervorruft. Bedingt durch die Ankopplung an Nerven-, Lymph- und Blutbahn können Herde zum Störfeld werden und hierdurch Fernwirkungen in anderen Körperregionen auslösen. Die wichtigsten Herde im Kopfbereich sind tote und wurzelgefüllte Zähne, verlagerte Zähne, Wurzelreste, Fremdkörpereinlagerungen und chronische Entzündungen im Kieferknochen sowie sehr häufig auch chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Mandeln. Aber auch Narben, im Körper verbliebene Fremdkörper sowie chronische Entzündungen der Vorsteherdrüse bzw. Eierstöcke können Herdcharakter tragen. Leider wurde durch schlechte Esskultur und Industriekost der Darm bei Vielen von uns zum Hauptstörfeld. Die Palette der Auswirkungen der sog. Herderkrankungen reicht von Schmerzen, chronischen Entzündungen, Allergien, Befindlichkeitsstörungen aller Art bis hin zu Rheuma und Durchblutungsstörungen und ist mit Sicherheit förderlich für regionale immunologische Defizite als Vorlaufphänomen des Krebses. Neben einer gründlichen Untersuchung sind u. a. die Kinesiologie (AK, Physioenergetik, SkaSys), Regulationsthermografie nach Prof. ROST und die Elektroakupunktur nach VOLL (EAV) Verfahren zur Verifizierung von Herden und insbesondere zur Störfelddiagnostik. Als wichtigste Verfahren zur Herdbehandlung gelten die Neuraltherapie (Heilanästhesie, Umspritzung von potentiellen Störregionen mit Procain), die gezielte Zahnsanierung, die Behandlung mit speziellen biologischen Arzneimitteln nach Vortestung (Homöopathika, Nosoden, Isopathika u. a.) und die Darmsanierung. An klinischen Beispielen wird die Bedeutung der Thematik im Rahmen der ganzheitlichen Krebstherapie erläutert.

Prof. Dr. Holger Wehner: Lokale Hyperthermie in der Praxis
Die lokale oder lokoregionale Hyperthermie ist bei großen, meist fortgeschrittenen Tumoren sinnvoll, die weder mit Operation noch mit alleiniger Strahlentherapie ausreichend gut behandelbar sind, oder bei Narbenrezidiven, z. B. nach Operation und/oder Bestrahlung. Verschiedene Systeme (radiative, Kurzwellen, Radiowellen) können eingesetzt werden. Das bestehende kleine Spektrum zwischen direkter thermischer Schädigung (Temperatur größer als 41,5 °C) und Nebenwirkung (Verbrennung z. B. an der Haut bei Temperaturen >/= 43° C) stellt trotz einfacher Technik bei radiativen Systemen oder Radiowellen die besonderen Anforderungen an den Behandler. Aufwändige Kurzwellensysteme sind dann in der Steuerung einfacher. Die Wirksamkeit beruht wahrscheinlich nicht ausschließlich auf der thermischen Schädigung. Immunologische Phänomene und ggf. auch elektrische Felder dürften zukünftig noch reichlich für Forschungsbedarf sorgen. Dennoch stellen diese Methoden eine weitestgehend nebenwirkungsarme Therapieoption dar, die gerade bei den Patienten im fortgeschrittenen Stadium eine bedeutende Rolle zur Wiedererlangung der lokalen Tumorkontrolle spielen kann.


 

 

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