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Michael Lefknecht: Vom Symptom zur Ursache – Wie man mit den Lüscher Farben aus dem Symptom die emotionale Ursache erkennt
Arzt-Patienten-Programm - Zum Gleichgewicht der Seele bei Krebs finden
9:00-9:25 Uhr
Das Symptom ist nie die Ursache – eine eigentlich banale Tatsache. Aber wie gelangen wir zur Ursache? Was zeigt uns das bio-logische System Mensch damit an? Dieses System hat im Wesentlichen zwei Aspekte: Wir haben - ohne Frage - einen Körper und wir haben Emotionen. Beides wird immer gleichzeitig und in jeder Sekunde über 24 Stunden reguliert und beeinflusst sich gegenseitig. Wir sprechen z. B. von einem Schmerz-Gefühl – also von einer Emotion! Die Analyse körperlicher Symptome mit Hilfe der 6 Kategorien der Psychologik nach Prof. Max Lüscher wird dargestellt. Und es wird demonstriert, wie man - verbal und non-verbal - die emotionale Ursache findet, die ein Symptom bedingt. Dabei handelt es sich nicht um Mutmaßungen, Interpretationen oder Spekulation, sondern um eine rein logisch abgeleitete Analyse der Sprache unseres Körpers. Wir sagen: "Das macht mich krank", "Das nehme ich mir zu Herzen", "Das macht mir Kopfzerbrechen" etc. Was ist dieses "das"? Die Emotion, die innere Anspannung, die zur Verspannung führt und mich krank macht. Der Vortrag soll für dieses wirklich ganzheitliche Verständnis des Menschen sensibilisieren und für den folgenden Kurs mit Praxisteil motivieren.
Dr. Peter Vill: Bin ich im Gleichgewicht meiner Kräfte? - Die energetische Prävention und Behandlung von Krebdserkrankungen
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9:25-9:50 Uhr
Informationen und Energie gelten als Grundbausteine des Lebens. Die Energie gliedert sich in die vier Arten Luft, Feuer, Wasser, Erde und bestimmt jeweils durch ihr Mischungsverhältnis die Materialisationsmöglichkeit von Informationen, so auch in einem Menschen. Es wird das Postulat vorgestellt, dass die beste Gesundheitslage dann erreicht ist, wenn ein Gleichklang aller vier verschiedenen Energiearten in einem Menschen vorherrscht. Entsteht ein dauerhafter Mangel einer Energieart, begünstigt dies die kompensatorische Entstehung einer Krebserkrankung in dem Funktionskreis, dem diese Energieart zugeordnet ist.
Dr. Rüdiger Dahlke: Selbstliebe als Schlüssel zur Bewältigung der Krebserkrankung
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10:00-10:30 Uhr
Wer seinen eigenen individuellen Weg geht, mit dem Menschen lebt, den er liebt und einer Berufung nachgeht, die seine Seele ruft, an dem Ort lebt, den er liebt und dafür sorgt, dass er ein Leben lang auf geistig-seelischer Ebene wachsen kann, erscheint mir relativ sicher vor Krebs. Wenn er sich obendrein regelmäßig bewegt, entspannt und auf tierische Produkte in seiner Ernährung verzichtet, ist er noch sicherer in dieser Hinsicht, aber auch im Hinblick auf Herz-Kreislauf- und die anderen Zivilisationskrankheiten. Solch ein Mensch wird sich selbst lieben, wie auch seine Nächsten und damit der christlichen Grundforderung schlechthin entsprechen. Wie aber kommen wir dahin, uns so wichtig zu nehmen und in unserer Körperlichkeit und auf geistig-seelischer Ebene so ernst zu nehmen? Der erste Schritt wäre, die Gesetze des Schicksals verstehen zu lernen, als da wären das Gesetz der Polarität, der Resonanz, das Gesetz des Anfangs und das Pars-pro-toto-Gesetz kennen und beachten zu lernen. Der zweite Schritt müsste sich den Urprinzipien widmen, um die eigenen Vorsätze zum Funktionieren zu bringen. Auf dieser Basis aufbauend, ginge es darum, Ernährung auf seelischer und körperlicher Ebene wichtig zu nehmen, Entspannung zu lernen und vor allem herauszufinden, was die Seele nährt und was sie ruft. All das ließe sich ebenso als Vorbeugung durchführen, wie es auch noch nach bereits erfolgter Erkrankung hilfreich und wirksam ist. Es ist nie zu spät, so lange noch Hoffnung und Glaube an sich selbst vorhanden sind. Wer dagegen den – in meinen Augen - unverantwortlichen Lebenszeitbemessungen von Medizinern glaubt, hat dagegen schon verloren. Der Glaube an sich selbst, kann die Liebe zu sich selbst zurückholen oder überhaupt erst hervorbringen.
Dipl.-Psych. Cordula Söfftge: "Angst lass nach" - Emotionscoaching mit wingwave
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11:00-11:30 Uhr
Sie haben die Diagnose Krebs erhalten? Sicher wurden Sie eingehend untersucht. Vielleicht wurden Sie bereits operiert oder durchlaufen die verschiedensten Formen der Behandlung. Regelmäßige „Nachkontrollen“ gehören jetzt vermutlich zu Ihrem Alltag. Ich kenne Ihre Situation aus persönlicher Erfahrung und weiß, wie „es“ sich anfühlen kann: Unsicherheit, (Existenz-)Angst, Gedankenkreisen und Panikgefühle vor den anstehenden Untersuchungen. Allein die Vorstellung des Nachsorgetermins, die OP oder die Zukunft allgemein setzt alle Emotionen in Gang - und das auch schon Tage oder Wochen vor dem eigentlichen Termin. Mit diesen Gefühlen steht man als Betroffener meist weitgehend allein. Durch den Verstand oder gut gemeinte Ratschläge von außen lassen sich diese Emotionen nur wenig beeinflussen. Denn: Unsere Gefühle sitzen "tiefer": Mitten in einem entwicklungsgeschichtlichen sehr alten Teil unseres Gehirns - dem limbischen System. Und dieses ist für den Verstand nicht zugänglich. Aus eigenem Leidensdruck habe ich mich daher - von Beruf her Diplom-Psychologin, tätig als Trainerin, Mediatorin und Coach - mit der Methode des "wingwave-Coachings" auseinandergesetzt. Wingwave dient der gezielten Integration negativer Emotionen wie Ängsten und Panik. Neben kinesiologischen Elementen ist eine wesentliche Basis von wingwave EMDR (= Eye Movement Desensitization and Reprocessing). EMDR gehört weltweit zu den am besten erforschten Verfahren zur effektiven Behandlung von posttraumatischem Stress. Waren Menschen vor einem erschütternden Ereignis psychisch stabil, reichen oft nur 3-5 Sitzungen aus, damit sie sich von der "Last des Erinnerten" seelisch und körperlich befreit fühlen.
Dr. Petra Heinemann: Die heilsame Kraft der Sprache
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11:30-12:00 Uhr
"Die Behandlung geht mir auf die Nerven!" Wem immer etwas auf die Nerven geht, der schafft sich eine nervliche Schwachstelle und lädt sich mit dieser Denkweise Erkrankungen regelrecht ein. Solche Zusammenhänge sind uns auf den ersten Blick oft nicht bewusst. Es gibt vielerlei Redewendungen dieser Art, die den meisten in ihrer wahren Bedeutung und in ihrer Wirkung nicht bewusst sind und die ihnen daher leicht über die Lippen gehen. Entsprechend ahnungslos geben sie diese Wortbilder allein durch ihren alltäglichen Sprachgebrauch weiter. Sprache dient nicht nur dem informativen Austausch. Sie ist weit mehr als nur Kommunikation. Mit der gewohnten Ausdrucksweise werden alte Denkmuster aufrechterhalten und schwingen im Gespräch immer unbewusst mit. LINGVA ETERNA® ist ein Sprachtraining, das die Aufmerksamkeit auf die Sprache und ihre Wirkung lenkt. Im Vortrag werden Sie etwas davon erfahren, was Sie mit Sprache alles machen können – und was Ihre Sprache mit Ihnen macht. So erreichen Sie Gesundheit, die bereits beim Denken beginnt. Sie werden praxisnahe Anregungen für einen achtsamen Umgang mit Ihrer Sprache erhalten.
Bert Heuper: Krebs - eine Krankheit der Seele?
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12:00-12:30 Uhr
Viele Betroffene stellen sich die Frage: "Warum habe ich Krebs bzw. was ist die Ursache?" Je nach Entwicklungsstand der "Krankheitskarriere", also Erstdiagnose, während der klassischen Behandlungen, bei einem Rezidiv, nach der Bewältigung der Ersterkrankung gibt es unterschiedliche Antworten. Die Psychosomatische Resonanztherapie PSRT, entwickelt vom Referenten selbst nach der Bewältigung seiner eigenen Krebserkrankung, geht in ihren Denkmodellen über die tatsächlichen Ursachen von einem starken, seelischen Einflussfaktor aus. Dabei spielt die individuelle Gefühlsstruktur der Betroffenen eine entscheidende Rolle. Innerhalb dieser Strukturen hat jeder Mensch ein so genanntes Primärgefühl, auf das der Körper langfristig und dauerhaft reagiert. Mit diesem Primärgefühl sind alle anderen Gefühle des Menschen verbunden. Angst, Wut, Trauer, Ohnmacht, Einsamkeit usw. können dann in logische Zusammenhänge und Reihenfolgen gebracht werden. Diese Klarheit verschafft oft schon eine große Erleichterung. Für das entscheidende Primärgefühl gibt es eine konkrete Situation in der Biografie des Menschen, in der das Gefühl entstanden ist. Wird dieses Erlebnis bewusst, so können die damit verbundenen, körperlichen Reaktionen (sog. Somatische Marker) gezielt bearbeitet und gelöst werden.
Sigrid Maria Thelen: "Heil-sein" - Wer oder was heilt in uns?
Arzt-Patienten-Programm - Zum Gleichgewicht der Seele bei Krebs finden
12:30-13:00 Uhr
Die Schöpfung ist Liebe. Das Herz die Kraft , sie zu leben.
Verletzungen in der Seele, die durch Erfahrungen entstanden sind, bringen entsprechende Gefühle und Glaubenssätze hervor, die unser gesamtes Sein beeinflussen. Wir identifizieren uns mit diesen Gefühlen und sie prägen unser künftiges Selbst- und Weltbild. Übernehmen wir jedoch die Verantwortung für diese Erfahrungen und fragen uns nach der Resonanz, die ihr zugrunde liegt, ist damit schon ein Selbstheilungsprozess eingeleitet, denn wir beziehen uns aktiv in das Geschehen ein. Bewusstsein und Selbsterkenntnis folgen und öffnen unser Herz für mitfühlendes Verstehen, das ein Teil der allumfassenden Liebe ist. Liebe und Angst schließen einander aus. Angst führt in die Trennung, Liebe in die Verbindung. Die vier Schlüsselworte für Selbstheilung fasse ich so zusammen: Annehmen, Verstehen, Er-Lösen, Vergeben.
Dr. Susanne Hofmeister: Biografiearbeit: Mut zu mir!
Arzt-Patienten-Programm - Die Krebserkrankung individuell bewältigen
14:15-14:45 Uhr
In der zweiten Lebenshälfte kann ich einerseits auf meine Erfahrungen zurückgreifen, andererseits holen mich aber auch die Konsequenzen meines Lebens ein. Lebenskrisen, die durch die Überforderungen des Alltags, Krankheiten oder Schicksalsschläge ausgelöst werden, werfen die großen Lebensfragen nach dem „Warum?“ und „Wofür?“ auf. Entdecke ich mit Unterstützung der biographischen Gesetzmäßigkeiten, dass meine persönlichen Fähigkeiten gerade mit meinen tiefen Krisenerlebnissen zusammenhängen, kann daraus eine tiefe innere Annahme wachsen. Sie führt zu einer Authentizität, die jenseits der Resignation und des Alterns den Mut zur mir, den Mut zur Verwirklichung meiner selbst nachhaltig und kraftvoll freilegt.
Patricia Glantz: Krank sein - Mensch bleiben - gesund werden. Warum es sich lohnt, ein wirklich mündiger Patient zu sein - trotz Risiken und Nebenwirkungen
Arzt-Patienten-Programm - Die Krebserkrankung individuell bewältigen
14:45-15:15 Uhr
Patricia Glantz, Sportwissenschaftlerin und Journalistin/Autorin, ist diesen Weg gegangen: selbstbestimmt durch eine 9-monatige Hochdosis-Chemotherapie. Die meiste Zeit verbrachte sie davon in einer Uni-Klinik, fand dort ein paar wenige experimentierfreudige Team-Partner (wie sie patientenorientierte Ärzte und Pflegepersonal gerne nennt), wurde aber meistens für ihre eigene Meinung prompt "bestraft". "Das Hierarchie-Gespinst Krankenhaus verträgt eigentlich noch keine mündigen Patienten - umso lauter müssen wir Patienten unsere Rechte und Bedürfnisse einfordern und klar sagen" wirbt die Therapeutin um aufrechte Mit"streiter". Was aber tun, wenn man zu schwach ist, um seine Persönlichkeitsrechte einzufordern? Auch dann gibt es Wege aus der passiven Opferrolle. Als "Patienten" müssen wir den "aufrechten Gang" oft erst wieder lernen. Laufen Sie mit? Bei Patricia Glantz wird dieser Gang auch gerne mal getanzt. Schließlich arbeitet die Sportwissenschaftlerin als Reit- und Tanztherapeutin.
Pater Anselm Grün: Vergib dir selbst - Schuldgefühle bei schwerer Erkrankung überwinden
Arzt-Patienten-Programm - Die Krebserkrankung individuell bewältigen
17:00-18:00 Uhr
Auszug aus einem Interview mit Pater Anselm Grün, erschienen in Signal/Impulse 1-2011:
Leser in schwierigen Lebenssituationen erhalten aus Ihren Büchern kostbare Impulse. Welcher Tipp ist für Menschen mit Krebserfahrung aus Ihrer Sicht besonders wertvoll?
Wenn ich Krebs bekomme, soll ich nicht fragen: Warum habe ich Krebs bekommen? Womit habe ich das verdient? Vielmehr soll ich das, was mir von außen widerfährt, als spirituelle Herausforderung nehmen. Die Krankheit zerbricht meine Vorstellungen von mir, vom Leben und von Gott. Wenn ich meine Vorstellungen zerbrechen lasse, dann werde ich nicht an meiner Krankheit zerbrechen, sondern aufgebrochen für neue Möglichkeiten des Lebens und für mein wahres Selbst und für den unbegreiflichen Gott.
Ihr Vortrag... beim (15.) Internationalen Kongress für Biologische Krebsabwehr ... wird sich mit dem Thema Selbstvergebung befassen. Warum ist das gerade für Krebspatienten so wichtig?
Viele verbinden Krankheit immer noch mit Schuldgefühlen. Sie haben den Eindruck, sie seien selbst schuld an der Krankheit. Sie zerfleischen sich mit Selbstvorwürfen und Selbstbeschuldigungen. Da ist es wichtig, sich selbst zu vergeben, weil wir glauben, dass Gott uns vergibt, dass wir von Gott bedingungslos angenommen sind. Viele können sich selbst nicht vergeben, weil sie an den idealen Vorstellungen von sich festhalten und nicht bereit sind, sich in ihrer eigenen Menschlichkeit und Brüchigkeit anzunehmen. Da braucht es den Weg der Selbstvergebung.
(mit Pater Anselm Grün im Dialog war PetRa Weiß)
Dr. Heinz Mastall: Integrative biologische Krebstherapie in der Praxis - 30-jähriges Update
Arzt-Patienten-Parallel-Programm - Den Krebs biologisch abwehren und integrativ behandeln
9:00-9:45 Uhr
Vor 30 Jahren haben wir die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr gegründet, weil sich gezeigt hatte, dass durch Lifestyle-Änderungen (Psyche, Ernährung, Sport und Immuntherapie) sowohl Krebs in vielen Fällen verhindert als auch der Krebsverlauf günstig beeinflusst werden konnte. Damals - von der Schulmedizin, die das Tumorgeschehen als lokales Geschehen ansah, belächelt - haben sich unsere damaligen Postulate heute als wissenschaftlich richtig bestätigt und werden z. T. in den klinischen Alltag übernommen. Gleichzeitig ist es zu einem gigantischen Wissen sowohl in der Tumordiagnostik als auch -therapie gekommen. Durch die bildgebende Diagnostik wie z. B. PET-CT oder MRT-MRS können Tumore früher erkannt werden. Durch Bestimmung von Proteasen aus Tumormaterial wie uPA/PAI-1 oder Genbestimmungen wie Mammaprint oder Oncotype DX kann z. B. beim Mamma-CA vorhergesagt werden, ob eine Chemotherapie notwendig ist oder nicht. Molekulargenetische Untersuchungen auf Mikrometastasen im Blut können sowohl bei der Therapieentscheidung, als auch als zeitnahe Kontrolle des Therapieansprechens gesehen werden. Bei Therapieversagen stehen Chemosensitivitätstestungen zur Verfügung. Das Wissen über neue Therapieverfahren einschließlich Naturheilverfahren wächst exponentiell. Es hat sich gezeigt, dass alle Patienten mit regional begrenzten Tumoren deutlich bessere Therapieergebnisse haben, wenn sie zur Chemotherapie oder Bestrahlung zusätzlich mit regionaler Radiofrequenz-Tiefenhyperthermie behandelt werden. Patientenfreundliche Verfahren wie HIFU, TURF bei Prostata CA bis hin zur gewebeschonenden Protonentherapie stehen heute zur Verfügung. Egal welche Therapie gewählt wird, sollte sie mit den Patienten zusammen entschieden werden. Sowohl wissenschaftliche Untersuchungen als auch eigene Beobachtungen über mehr als ein Vierteljahrhundert bestätigen: Die individuelle Kombination von Schulmedizin, Naturheilverfahren und innovativen Therapien im Sinne der integrativen Krebsmedizin und die aktive Mitarbeit des Patienten bringen deutlich bessere Therapieerfolge.
Claus Witteczek: Heilhindernisse im Sinne von Herd- bzw. Störfeldern erkennen und korrigieren
Arzt-Patienten-Parallel-Programm - Den Krebs biologisch abwehren und integrativ behandeln
9:45-10:15 Uhr
Therapieerfolge sind in der naturheilkundlichen bzw. biologischen Medizin nicht einfach programmierbar. Neben der therapeutischen Kompetenz und der Zuverlässigkeit, mit der therapeutische Anweisungen befolgt werden, nehmen eine Vielzahl von Faktoren entscheidenden Einfluss auf den individuellen Therapieerfolg. So genannte "Heilhindernisse" können tiefenpsychologisch von Therapeuten- und/oder Patientenseite, aber auch von „Herd- bzw. Störfeldern“ im menschlichen Organismus ausgehen. Der Vortrag erklärt diese Phänomene und gibt Hinweise zur Korrektur.
Beate Beyerle: Foodcare - die Gesundung mit heilsamer Ernährung unterstützen
Arzt-Patienten-Parallel-Programm - Ernährung, Nahrungsergänzung, sekundäre Pflanzenstoffe, Darmregulation
14:15-14:45 Uhr
Die Ernährung wird stark beeinflusst von unserem inneren Gleichgewicht und unserer Zufriedenheit. Hier spielt neben der Konstitution, dem Nährwert und Energiegehalt der Nahrung auch ein gut funktionierender Verdauungstrakt eine wichtige Rolle, um eine Kräftigung des Immunsystems zu erreichen. Bei einer Erkrankung wie Krebs beschäftigen uns immer wieder diese Fragen: Welchen Einfluss nimmt meine Konstitution? Welches Essverhalten unterstützt meine Regenerationskraft und Lebensqualität während oder nach einer Krebsbehandlung, nimmt es Einfluss auf die Verdauung? In welchen Nahrungsmitteln finde ich welche Vitamine und Mineralstoffe? Wie beeinflussen Kräuter den hormonellen Fluss, wie bereichere ich durch Kräuter die Mahlzeiten? Welchen Einfluss nimmt die Bewegung und vor allem wie sollte diese aussehen? Wie setze ich mein Wissen im täglichen Leben um? Ein bunter Mix aus Theorie und viel praktischen Tipps zeigt Ihnen auf, wie Sie mit Freude Veränderungen in Ihr Leben einbauen können.
Dr. Ludwig Jacob: Durch Regeneration von Darmmilieu, Leberstoffwechsel und Säure-Basen-Haushalt zu mehr Energie und stärkeren Knochen
Arzt-Patienten-Parallel-Programm - Ernährung, Nahrungsergänzung, sekundäre Pflanzenstoffe, Darmregulation
14:45-15:15 Uhr
Lange umstritten, inzwischen bewiesen: Tumorzellen vergären Traubenzucker zu Milchsäure, die Bindegewebe und Knochen angreift und durch die sich die Zellen ihren Weg in die Metastsierung bahnen. Sie schützen sich so auch vor Chemo- und Strahlentherapie sowie dem eigenen Immunsystem. Die massive Übersäuerung belastet den gesamten Organismus, insbesondere die Leber, und trägt zur typischen Fatigue (Erschöpfung) bei Tumorerkrankungen bei. Deshalb ist eine Basen-Therapie im Rahmen der Krebsbehandlung wichtig. Doch was ist die richtige Basen-Therapie? In den Leberzellen befinden sich besonders viele Mitochondrien (Zellkraftwerke), die durch die Verbrennung von Sauerstoff Energie produzieren. Hier werden aber auch Stoffwechselgifte (Ammoniak) und Stoffwechsel-Säuren abgebaut. Diese Vorgänge konkurrieren miteinander. In Krebszellen haben die meisten Mitochondrien-Kraftwerke ihren Betrieb eingestellt. Heute weiß man: Je aggressiver die Krebszellen sind, desto weniger Mitochondrien sind aktiv und desto mehr linksdrehende Milchsäure wird durch das Enzym Glyoxalase-1 produziert. Vor allem diese Milchsäure belastet die Leber. Das Schlüsselenzym des Tumorstoffwechsels kann durch Curcumin aus der Gelbwurz gehemmt werden. Krebszellen selbst sind übrigens alkalisch und vertragen die Übersäuerung nicht, daher pumpen sie die Milchsäure sofort nach außen ins Bindegewebe. Diese Entdeckung eröffnet neue experimentelle Therapiemöglichkeiten (z. B. Protonen-Transport-Hemmer), erfordert aber vor allem auch eine ganzheitliche Säure-Basen-Therapie, bei der Darmmilieu und Leberstoffwechsel im Mittelpunkt stehen. Denn die Leber ist das bei weitem wichtigste Organ zum Abbau von Stoffwechsel-Säuren. Im Zentrum stehen effektive Atmung, Bewegung, Ernährung, Darmsanierung und Leberentlastung zur verbesserten Ammoniakausleitung (z. B. mit rechtsdrehender Milchsäure, präbiotischen Ballaststoffen, Kräutern, Zeolith, Gelum) sowie eine ausgewogene Zufuhr von Kaliumcitrat, Magnesiumcitrat und Calciumcitrat für den Säureabbau und die Knochenstärkung.
Dr. Elke Schulz: Curcuma und seine Bedeutung in der Tumorprävention
Arzt-Patienten-Parallel-Programm - Ernährung, Nahrungsergänzung, sekundäre Pflanzenstoffe, Darmregulation
15:15-15:45 Uhr
Curcuma (auch Turmerik oder Gelbwurz genannt) ist wahrlich eines der großartigsten medizinischen Gewürze in der Welt. Er wurde seit Jahrhunderten extensiv genutzt, als Gewürz zum Kochen. Die Hauptwirkstoffe in Curcuma sind die gelben Pigmente (Curcuminoide), die ihnen die leuchtende Farbe schenken. Die medizinische Wirkung von Curcuma hat in den letzten Jahrzehnten in der westlichen Medizin an Bedeutung gewonnen. Zahlreiche medizinische Studien konnten belegen, dass Curcumin ein vor Krebs schützendes Potenzial besitzt. Es ist stark chemopräventiv und krebshemmend. Curcumin wirkt wachstumsregulierend, antimutagen, fördert die Entgiftung gentoxischer Substanzen und steigert die Krebsschutzwirkung von Vitamin D. Die antientzündliche, krebspräventive und -hemmende Wirkung von Curcumin beruht vor allem auf der spezifischen Blockade des stark proentzündlichen, krebsfördernden Enzyms Cyclooxygenase 2 (COX2). Für die Aufnahme von einer für den Körper signifikanten täglichen Verzehrmenge ist es hilfreich, Curcuma mit schwarzem Pfeffer zu kombinieren. Dadurch kann die Bioverfügbarkeit von Curcuma deutlich erhöht werden. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Naturprodukten für die Prävention von Krebs.
Dr. Ursula Jacob: Soja und Isoflavone
Arzt-Patienten-Parallel-Programm - Ernährung, Nahrungsergänzung, sekundäre Pflanzenstoffe, Darmregulation / Der Vortrag fällt leider aus.
In den letzten zwei Jahren wurden zahlreiche neue klinische Daten publiziert. Die Arbeiten zeigen sowohl das Fehlen eines Risikos der Proliferation von hormonsensitivem Gewebe (Mamma, Ovar, Prostata) als auch die Reduktion des Erkrankungsrisikos für verschiedene Krebsarten. Ein weiteres Einsatzgebiet von Soja als Adjuvans bei Chemo- und Strahlentherapie,a ber auch zur Verhinderung der Kachexie hat sich bewährt. Mit Hilfe der heute möglichen molekularen Diagnostik konnte der Wirkmechanismus von Soja und der Isoflavone entschlüsselt werden, so z. B. die Bedeutung der beiden Estrogenrezeptoren (ER-alpha und ER-beta). Man kann heutezutage sowohl an Tumorgewebe als auch an zirkulierenden Tumorzellen aus dem Blut ein genetisches Profil des Tumors festlegen. Durch Bestimmung des genetischen Profils und durch eine Sensibilitätstestung für verschiedene Chemotherapeutika, natürliche Substanzen, Antikörper, wie auch Verfahren der Hyperthermie und Radiotherapie kann man einen umfassenden Überblick über das Tumorwachstum und die Tumoraggressivität erhalten, ebenso wie man den Tumor gezielt stoppen kann. Dadurch kann man eine individuelle, gezielte Therapie durchführen, die dem Patienten Nebenwirkungen erspart, die den Kassen Kosten erspart und dem Patienten eine bessere Lebensqualität sichert. Ebenso wird nochmals auf verschiedene natürliche Substanzen, die getestet werden können, eingegangen, z. B. im Rahmen von fermentieretem Sojaextrakt. Es werden Beispiele und aktuelle Studien vorgestellt.
Marcus Stanton: Umfassende Milieukorrektur durch symbiontische Behandlung
Arzt-Patienten-Parallel-Programm - Ernährung, Nahrungsergänzung, sekundäre Pflanzenstoffe, Darmregulation
16:15-16:45 Uhr
Bisher waren viele Therapien ein schwer übersehbares Stückwerk, das mühsam die Grundaspekte der physiologischen Vorgänge zu vereinen sucht. In diesem Vortrag stellt der Arzt Marcus Stanton ein neues Therapiesystem vor, in dem alle Aspekte der Milieukorrektur, Ausleitung, Re-Regulation, Energiebereitstellung und Feldkorrektur vereint sind, in einer kompakten und zugleich umfassenden Form. In einer beispiellosen Geschichte wird dieses ganzheitsmedizinische Therapiekonzept in mehreren Heilbädern hochoffiziell angewandt, sogar unter Schirmherrschaft des bayrischen Wirtschaftsministeriums. Diese ebenso umfassende wie nachhaltig wirksame Form der Milieukorrektur steht nun allgemein für Therapeuten zur Verfügung.
Dr. Knut Briken: Paradigmenwechsel in der Onkologie
Wissenschaftliches Programm - Innovative Diagnostik und Therapie
9:00-9:30 Uhr
Jahrelang gültige Paradigmen in der Onkologie sowie der komplementären Onkologie sind durch neue Erkenntnisse und kritische Betrachtungsweise im Wandel und führen zu einer Neuorientierung auch im Bereich der biologischen Krebsmedizin, insbesondere wenn integrative Behandlungskonzepte Prämisse unseres Handels sind.
- Früherkennung und Monitoring der Erkrankung mit modernen bildgebenden Verfahren sollten berücksichtigt, präsymptomatische Tumordiagnostik genutzt werden.
- Unwirksame, zu aggressive und langdauernde Chemotherapien, die nachweisbar den Patienten schaden, müssen von Zieltherapien an der Zelle und von Immuntherapien gefolgt oder ersetzt werden.
- Neue tumorbiologische, immunbiologische und molekularbiologische Erkenntnisse sollten diagnostisch und therapeutisch berücksichtigt werden. So ist die routinemäßige Entfernung von Lymphknoten nach neueren Erkenntnissen im Regelfall kritisch zu beurteilen.
- Verfahren der komplementären Onkologie sollten besser dokumentiert und nicht wirksame Verfahren sowie finanziell aufwändige Therapien kritisch hinterfragt werden.
- Konventionelle und komplementäre Maßnahmen sollten im Sinne einer integrativen Therapie optimal aufeinander abgestimmt werden.
Dorothea Brückl: Immunmonitoring bei adjuvanten Immuntherapien in der Onkologie
Wissenschaftliches Programm - Innovative Diagnostik und Therapie
9:30-10:30 Uhr
Durch die Möglichkeiten einer exakten immunologischen Diagnostik besteht die Chance eines Immunmonitorings und damit die exakte Bewertung von immunologisch wirksamen Substanzen, Therapieansätzen und Therapieverläufen. Frühere erfolgreich eingesetzte erfahrungsheilkundliche Therapien, werden jetzt durch die gemessene Immunantwort als qualitativ gesicherte Therapie bewertbar. Adjuvante Immuntherapien werden transparent. Des weiteren schädigen herkömmliche Therapien, wie die Gabe von Cortisol, die Verabreichung von Chemotherapeutika in der Onkologie sowie die Verabreichung und Anwendung von knochenmarksdepressiven Substanzen und Verfahren, wie beispielsweise die Bestrahlung, die Immunantwort, es entwickelt sich eine Immundefizienz. Defizite können - frühzeitig erkannt – korrigiert und ausgeglichen werden. Bei einem möglichen Herdgeschehen entwickeln Immunstimulationen oft einen umgekehrten Effekt. Herdaktivierungen führen zu paradoxen Reaktionen. Die Immunantwort wird verbraucht und nimmt ab. Bei allen Verfahren und der Vielfalt möglicher Therapieansätze ist es somit von zunehmender Bedeutung, die unspezifische Immunstimulation in das Therapiekonzept mit einzubeziehen. Es sollen Konzepte dargestellt werden, die erläutern, wie mittels Immunmonitoring und unspezifischer Immunstimulation nicht nur herkömmliche klassische Therapiekonzepte exakt eingehalten werden können, sondern wie nach durchgeführter onkologischer Therapie die Basis geschaffen wird, um durch effektiv restaurierte Immunantworten Rezidive zu verhindern oder Therapieintervalle zu verlängern.
Dr. Bernhard Weber: Laborwerte quantenphysikalisch messen
Wissenschaftliches Programm - Innovative Diagnostik und Therapie
10:00-10:30 Uhr
Welche Laborwerte sind bei chronischen Erkrankungen sinnvoll? Wie wir 200 statt 15 Werte monatlich testen können. Bei Intensivpatienten messen wir den Sauerstoffgehalt physikalisch über die Haut alle 10 Minuten. Die neuen Messungen der Laborwerte über die Akupunkturpunkte der Innenhand können 200 empfehlenswerte Informationen, quantenphysikalisch, monatlich, bezahlbar, austesten. Trotz geringerer Messgenauigkeit werden viele wichtige Details damit erstmals erfasst: Mangelzustände an Spurenelementen, Mineralien, Vitaminen, Aminosäuren, NADH, Q10, krebsfördernde subchronische Infekte wie Cytomegalie-Virus, Herpes zoster, HTLV1, pflanzliche Heilmittel u.v.a.m. Neben den Pilotstudien zur neuen Messmethode mit TimeWaver werden die entsprechenden naturheilkundlichen Therapien im körperlichen und psychisch- seelischen Bereich angesprochen. Jeder Zuhörer erhält eine vierseitige Information und das Angebot für einen kostenlosen Test während des Kongresses.
Marcus Stanton: Die Befreiung der metabolic pathways zur Wiedererlangung der Eigenregulation
Wissenschaftliches Programm - Innovative Diagnostik und Therapie
11:00-11:30 Uhr
Bei allen graviden und chronischen Erkrankungen ist die Grundkonstellation eine vergleichbare: Die Stoffwechselwege sind erheblich blockiert, im Sinne einer Milieuverschiebung, ebenso wie die der enzymatischen und Transport-Funktionen. Um überhaupt nennenswerte Regulationsvorgänge zu induzieren, muss zeitgleich eine Befreiung dieser Stoffwechselwege und Kompartimente stattfinden. Bei der multilateralen Belastung des modernen Menschen sollte dies schnell und umfassend geschehen. In diesem Vortrag wird hierzu eine verträgliche und weitreichende Methode vorgestellt, die in ihrer Effektivität und Anwendbarkeit bereits Maßstäbe setzt und zugleich die Immunantwort unterstützt.
Dr. Charles Fernando: Afrikanischer Weihrauch - Therapieoptionen mit Boswelliasäuren in der Komplementäronkologie
Wissenschaftliches Programm - Innovative Diagnostik und Therapie
11:30-12:00 Uhr
Weihrauch ist seit Jahrtausenden im Orient als Heilmittel geschätzt und zugleich eng mit der Kulturgeschichte verwoben. Seit kurzem steht die medizinisch therapeutische Anwendung in der westlichen Medizin im Vordergrund. Erfolgreich eingesetzt wird das wertvolle Weihrauchharz in der Behandlung von chronisch manifestierten entzündlichen und allergischen Erkrankungen und aktuell in der komplementären Onkologie. Die weltweit vorhandenen 20 bis 25 verschiedenen Boswellia-Arten unterscheiden sich maßgeblich in der Zusammensetzung ihres Harzes und damit in der medizinischen Effektivität. Nicht alle Weihraucharten sind gleichermaßen therapeutisch wirksam! Das Harz des afrikanischen Weihrauchs, von der Stammpflanze Boswellia carterii, birgt eine unerreicht hohe Konzentration an therapeutisch wirksamen Boswelliasäuren. Die wichtigsten Boswelliasäuren hemmen selektiv die Leukotrien-Synthese, indem sie die Aktivität der 5-Lipoxygenase reversibel blockieren. Dadurch wird die Entzündungskaskade, ausgehend von der Arachidonsäure, ohne nennenswerte Nebenwirkungen unterbrochen. Auch bei Langzeiteinnahme des Harzes bleibt die Initialwirkung erhalten. Ergebnisse der Grundlagenforschung zeigen, dass Boswelliasäuren so genannte Topoisomerasen hemmen und somit die Apoptose maligner Zellen einleiten können. Erste Therapieerfolge durch klinische Absicherung weisen beim Vorliegen hirneigener Tumoren auf eine signifikante antiödematöse Wirkung sowie eine Verlangsamung des Tumorwachstums hin. Das Harz vom afrikanischen Weihrauch schafft somit den Übergang vom mystisch verankerten Heilmittel zum wichtigen Therapiegut in der modernen komplementären Medizin.
Prof. Dr. Karl-Friedrich Klippel: Prostatakrebs - männliche Opfererfahrungen - Ergebnisse einer psychoonkologischen Studie am AKH Celle
Wissenschaftliches Programm - Innovative Diagnostik und Therapie
12:00-12:30 Uhr
Das Prostatakarzinom ist der maligne Tumor, der am effektivsten mittels Androgen-Deprivation palliativ beeinflusst werden kann. Etwa 70 bis 80 % der Prostatakarzinome sind hormonsensibel. Ziel der endokrinen Therapie ist die Deaktivierung oder Eliminierung der testikulären Androgene. Die absolute Eliminierung androgener Wirkung auf die PCA-Tumorzellen ist deswegen erforderlich, da diese Tumorzellen einen sensiblen Androgenrezeptor besitzen, der gerade bei niedriger Androgenpersistenz zur Bildung androgenresistenter Tumorzellen führen kann, die nicht mehr auf Androgenentzug reagieren. Besonders metastasierende Prostatakarzinome bieten ein heterogenes Muster sowohl androgen-abhängiger als auch -unabhängiger Zellen. Für den Patienten bedeutet die Testosteron-supprimierende Therapie eine neue, beängstigende Welterfahrung als "kastrierter ", entmannter Mann. Bereits 1991 schreibt Singer: "...ein Patient mag glücklicher sein mit vier potenten, kontinenten, männlichen Lebensjahren, als mit sechs impotenten, depressiven und inkontinenten" (Singer et. al., J.Clin.Oncol.9, 1999.). Bei etwa 10 % der antiandrogen behandelten Männer tritt eine Gynäkomastie auf, die der chirurgischen Ablation des Drüsenkörpers bedarf. Männer fürchten die mentale und somatische "Verweiblichung" deutlich mehr als die therapiebedingte "Entmännlichung." Auch wurden durch die vorliegende Studie die Forschungsergebnisse von Curtiss 1991 zunächst bestätigt, der größere Angst und Hoffnungslosigkeit bei den Ehefrauen urologischer Malignom- Patienten als bei den Patienten selbst fand. Ähnliches fanden die Arbeitsgruppen Baider und Sarell (1994) und Keitel et. al (2000). Das Ausmaß der Depressivität Tumorkranker und ihrer Partnerinnen korreliert mit der Intensität sozialer Kontakte und Interaktionen. Krebskranke und ihre Familien werden häufiger von ihrem sozialen Umfeld isoliert, die Verminderung oder der Ausfall sozialer Unterstützung verstärkt den psychischen Belastungscharakter der Tumorerkrankung. ( Hahn 1981). Gründe für die Stigmatisierung und Schuldzuweisungen gegenüber Betroffenen ergeben sich aus den subjektiven Laientheorien über Krebserkrankungen. Sie sind größtenteils gekennzeichnet durch negative soziokulturelle Stereotypien wie massive Ansteckungs- und Berührungsängste (Verres, 1996). In der vorliegenden 10-Jahresstudie ergaben sich folgende Daten der PCA-Patienten: Körperlich beeinträchtigt fühlten sich 63 %, 30 % wenig, 7 % nicht (nach Operation, Bestrahlung oder Hormonbehandlung), seelisch beeinträchtigt fühlten sich 73 %, 21 % wenig, 6 % nicht. Es wird u. a. deutlich, dass die somatische und psychische Erschütterung krisenhaft verarbeitet wird auch im Sinne einer innerseelischen Verleugnungsreaktion: nüchtern, sachlich, stoisch.
(K.F. Klippel, C. Bruch, (Univercity of Health, Bremen)



